Solar FAQ
Wie berechne ich die Größe einer PV-Inselanlage ?
Sie benötigen zunächst den täglichen Energieverbrauch. Dazu nehmen Sie die Nennleistung Ihrer Geräte (Watt) und multiplizieren diese mit der Betriebszeit am Tag (Std.). Beispiel:| Verbraucher | Nennleistung | Betriebszeit / Tag | Verbrauch / Tag |
| Radio | 5 Watt | 5 h | 25 W/h |
| Lampe | 10 Watt | 4 h | 40 W/h |
| Farb-TV | 40 Watt | 3 h | 120 W/h |
| Summe : | 185 W/h |
Welches Solarmodul wird benötogt:
Der Solargenerator muß nun mindestens diese Energie pro Tag liefern können. Der Energieertrag eines Solarmodules ist stark vom Wetter und der Jahreszeit abhängig. Für kleine Anlagen die nur im Sommer betrieben werden kann man als Faustregel für Deutschland einen Energieertrag in Wh annehmen der 4 mal der Nennleistung des Modules entspricht. Ein 50Wp Solarmodul würde demnach ca. 200Wh pro Tag erzeugen, wenn es richtig aufgestellt ist.
Wird nur am Wochenende Energie verbraucht kann das Solarmodul kleiner ausfallen da danach wieder 5 Tage geladen wird. Es muß dann nur ggf. der Akku etwas größer dimensioniert werden.
Wird nur am Wochenende Energie verbraucht kann das Solarmodul kleiner ausfallen da danach wieder 5 Tage geladen wird. Es muß dann nur ggf. der Akku etwas größer dimensioniert werden.
Soll die Anlage auch im Winter betrieben werden wir das Solarmodul in Deutschland nur ca. 1/4 der Leistung wie im Sommer bringen. Wer es genauer wissen will muß die Region, Jahreszeit und Solareinstrahlung berücksichtigen. Vor allem bei größeren Anlagen ist dies dringend zu empfehlen. In anderen Ländern kann es wieder ganz anders aussehen. Hier finden Sie eine sehr interessante Seite zur Ermittlung der Sonneninstrahlung.
Fragen Sie uns, wir sind gerne bei der Berechnung Ihrer PV-Inselanlage behilflich!
Der passenden Laderegler:
Der Laderegler muß den maximal auftretenden Ladestrom vom Solargenerator verarbeiten können. Bei parallel geschalteten Solarmodulen addieren Sie den maximalen Strom jedes einzelnen Modules (aus dem Datenblatt) und Sie erhalten den Gesammtstrom. Zwar werden die Module den maximalen Strom in der Realität kaum erbringen, aber es kann nicht schaden den Laderegler etwas größer zu dimensionieren um Verluste zu vermeiden.
Der richtige Akku:
Die Aufgabe des Akkus ist es, die erzeugte Energie zu speichern und bei Bedarf wieder abzugeben. Damit der Akku nicht zu schell verschleißt sollte er nicht immer komplett, sondern nur zur hälfte oder maximal 2/3 entladen werden. Außerdem soll Reserve zur Überbrückung von Regentagen eingeplant werden. Als Faustformel für kleine 12V Systeme kann man die Modulleistung mal 2 nehmen und erhält dann die Akkukapazität in Ah. Bei einem 50Wp Modul ist also ein 100Ah Akku sicher nicht verkehrt und bietet genügend Reserve.
Oder wir berechnen es:
Tagesertrag des Modules bzw. Verbrauch = 200Wh
Systemspannung = 12V
Akku-Entlade-Faktor = 2 (50%)
Zusätzliche Reservetage = 2
Akkukapazität = Tagesertrag [Wh] / Spannung [V] * Akkufaktor * (Reservetage + 1)
200Wh / 12V * 2 * (2 + 1) = 100 Ah
Bei größeren Anlagen muß der Akku-Entlade-Faktor und die Reservetage vorsichtig gewählt werden um den Akku nicht unnötig groß zu wählen. Bei kleineren Alagen spielen ein paar Ah mehr keine Rolle und geben zusätzliche Sicherheit.
Hier eine kleine Exceltabelle zur Dimensionierung eines Solarsystems:


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